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Wie die Sache nun ausging

Den ganzen morgen konnte ich über  nichts anderes nachdenken, als diese verfluchte Sache. Ich habe mit allem rechnen wollen. Den tadelnden Blick der Stationschefin sah ich schon im Geiste vor mir, sogar eine Kündigung oder Anzeige. Herrje.

Jedenfalls ging ich dann sofort zu ihr, und fragte sie, was denn wegen gestern jetzt sei.

Ich war so erleichtert, das zu hören! Sie rauchte grad eine, und sagte mir, sie habe ihm heute morgen ein paar Takte dazu erzählt. Er hätte sich lautstark bei den Nachtwachen über mich beschwert, und Terz gemacht, sie aber sagte, er solle sich hüten, soche mittelschweren Anschuldigungen von sich zu geben. Ich würde nicht einfach Tabletten wegwerfen. Sie lachte, als sie hinzufügte, dass er eine der vermissten Tabletten haute morgen in seinem Bett gefunden habe. Ich war vielleicht erleichtert!

Später habe ich mich dann gefragt, ob er nicht trotzdem gifitg gegen mich sein würde. Ich habe die nette Gundi gefragt, und sie sagte, er sei jetzt vielleicht eingeschnappt, aber das wird bald vergessen sein. Die SC meinte außerdem, dass das seine Art ist, er jedem zeigen will, wo es langgeht und das sozusagen eine Machtdemonstration war.

Abends, als die Herren dann wieder da waren, war es etwas seltsam. Die Kollegin, die gestern die 2. Protion verweigert hatte, sagte, er würde immernoch behaupten, dass ich die Medikation wegeworfen hätte, obwohl er weiß, dass es nicht so war. Es war also eigentlich wie immer, nur dass er mir nochmal sein Döschen zeigte, und mir meinte sagen zu müssen, dass das die Tabletten waren, die da standen. Ich musste mir auf die Zunge beißen, um ihm nicht zu sagen, dass er mich nicht für dumm zu halten braucht, ich über alles im Bilde sei. Um des lieben Frieden willens habe ich geschwiegen. Vermutlich hat sein Stolz es ihm geboten, vielleicht wollte er sich mir gegenüber keine Niederlagen, oder sowas, eingestehen. Ich habe aus Protest seinen Teller wieder weggeräumt, als er weg war, und er ist soäter zum Essen gekommen.

Es kratzt meinen Stolz zwar ein bisschen an, dass er glaubt, ich würde glauben, es sei meine Schuld gewesen, aber naja. Immerhin ist jetzt wieder alles beim Alten.

Soviel Aufhebens um nichts.

 

Was ich noch bemerkenswert fand, war eine Szene beim Kaffeetrinken. Ich setzte mich zu den Bewohnern, und aß einen Joghurt. Herr L., der mir gegenüber saß, sagte zu mir, als er das sah: "Ich wünsche ihnen, dass sie in ihrem Leben noch viele solcher Pöttchen leer essen können." Drollig! 

22.9.06 19:48
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Miezer (23.9.06 11:17)
Ich sag doch, alles wird gut. =D Und der alter Mann ... ich glaub, dass er weiß, dass du seine Tabletten nicht weggeworfen hast (und er wirds wissen, schon wegen der, die er gefunden hat) kratzt auch an seinem Stolz. Ich denk mal mit dem wirst du erstmal keine Probleme mehr haben, oder?
Wenn mir jemand sowas mit den Joghurts sagen würde, wüsste ich nicht, wie ich damit umgehen soll. Zum Glück arbeitest du da und nicht ich. >.<


Kat (23.9.06 11:17)
Uuups, falscher Name. XD Kommt davon, wenn man am falschen PC is. Peinlich!


Buchsbäumchen (8.10.06 13:52)
Jaja, bei solchen Kommentaren finde ich es doch gut, dass ich da arbeite. Leider geschieht das nicht all zu oft

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